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Der Widerruf ist tot: Es lebe der Widerruf!

Nach dem Ende des „ewigen Widerrufsrechts für Immobilienkreditverträge“ am 21. Juni 2016 startet ein neues Kapitel des Kreditwiderrufs in Deutschland. Falsch gedacht, wer nun meint, dies sei tatsächlich das Ende. Auch heute noch widerrufen und auf das aktuelle Rekordzinsniveau umstellen, können alle Kreditnehmer, die nach dem 10. Juni 2010 eine Baufinanzierung abgeschlossen haben. Voraussetzung: Die Widerrufsinformation erfüllt nicht die gesetzlichen Anforderungen. Dies betrifft deutlich mehr als jeden zweiten Darlehensvertrag. 

Beste Aussichten beim Widerrufsrecht: Gründe des Verbrauchers sind ohne Belang

Der Bundesgerichtshof hat am 16. März 2016 (Az.: VIII ZR 146/15) in seinem „Matratzenurteil“ klargestellt, dass es grundsätzlich ohne Belang ist, aus welchen Gründen ein Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch macht. Dies gilt auch für Immobiliendarlehensnehmer, die ihr altes und teures Darlehen aufgrund einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung immer noch zinsgünstig umschulden können. Diese sollten spätestens jetzt keine Skrupel mehr haben, den Widerruf zu erklären. 

Der Countdown läuft: Noch 100 Tage Widerrufsjoker

Gestern hat die EZB den Leitzins auf Null Prozent gesenkt. Die Bauzinsen werden auf das bisher niedrigste Niveau aller Zeiten sinken. Eine perfekte Gelegenheit, teure Kredite zinsgünstig umzuschulden und zehntausende Euro zu sparen. Jetzt ist allerdings Eile geboten: Kreditnehmer sollten schnellstens ihre Verträge daraufhin überprüfen lassen, ob eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung eine zinsgünstige Umschuldung möglich macht. 100 Tage bleiben Verbrauchern noch für die Erklärung ihres Widerrufs. Häufiger Zögerungsgrund ist die Ungewissheit über die Anschlussfinanzierung, die vor einem Widerruf gesichert sein muss. Die Kreditrechtsexperten als exklusive Kooperationspartner von Haus & Grund Deutschland öffnen in den letzten 100 Tagen des Widerrufs ihr exklusives Finanzierungsvermittlungsnetzwerk.

Bundestag entscheidet: Ende des „ewigen Widerrufrechts“ bei Immobilienkrediten wegen fehlerhafter Widerrufsbelehrung

Heute findet im Bundestag die zweite und dritte Lesung zum „Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrechtlinie“ statt. Das Ergebnis steht jetzt schon fest: Das Ende des sog. „ewigen Widerrufsrechts“ für Kreditverträge mit fehlerhaften Widerrufsbelehrungen wird nun per Gesetz besiegelt. Was die Rechtsprechung mit guten Gründen den Kreditnehmern zugestand, schafft nun die Gesetzgebung ab.

BGH-Urteil zur Vorfälligkeitsentschädigung: Die Kreditrechtsexperten einen Schritt voraus

Gestern entschied der Bundesgerichtshof (Urt. v. 19.1.2016, Az.: XI ZR 103/15), dass Darlehensnehmer, denen der Kredit wegen Zahlungsverzuges gekündigt wurde, nicht mit einer Vorfälligkeitsentschädigung belastet werden dürfen. „Das BGH-Urteil ist ein deutlicher Gewinn für den Verbraucherschutz und bekräftigt unsere Auffassung zur Vorfälligkeitsentschädigung“, betont der Kreditexperte Prof. Dr. Julius Reiter.

Teure Immobilienkredite: Letzte Chance zum Ausstieg

Immobiliendarlehensnehmer, die nicht ordnungsgemäß über ihr Widerrufsrecht belehrt worden sind, können ihren Vertrag jederzeit widerrufen und dadurch sehr viel Geld sparen. Dies betrifft vor allem rund 80% der Baudarlehens-Verträge, die zwischen November 2002 und Ende 2010 abgeschlossen wurden. Und das gilt sogar im Nachhinein – also wenn die Immobilie bereits abgezahlt wurde. Verbraucher können zum Beispiel durch eine Umschuldung ihres Kredits zehntausende Euro an Zinsen sparen oder sich ihre bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung zurückerstatten lassen. Bisher galt das „ewige Widerrufsrecht“ bei fehlerhaften Belehrungen, doch damit soll in Kürze Schluss sein.

Pressekontakt

Matthias Weigand
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