Häufige Fragen

Wir haben hier für Sie die uns immer wieder gestellten Fragen zum Scoring beantwortet. Haben Sie weitere Fragen, dann beantworten wir Sie Ihnen gerne. Rufen Sie uns an oder geben Sie uns Ihren Kontakt.

Zur kostenfreien Erstberatung


Was sind Score und Scoring?

„To score“ bedeutet wörtlich übersetzt: „punkten“ bzw. „ein Tor erzielen“.

Übertragen in die Wirtschaft wird daraus ein mathematisch-statistisches Beurteilungsverfahren, bei dem mittels standardisierter Informationen Rückschlüsse auf die Bonität und Kreditwürdigkeit des einzelnen Unternehmens gezogen werden. Als Grundannahme gilt: Personen und Unternehmen mit gleichen Merkmalen verhalten sich gleich. Die Treffsicherheit der Prognose wird durch diese Methode angeblich signifikant erhöht.

Scoring bezeichnet dabei das Verfahren, während der Score für das errechnete Ergebnis steht. Aus dem Score wird im Umkehrschluss wiederum die PD (Probability of default) abgeleitet: die Ausfallwahrscheinlichkeit (der Rückzahlung).

Die von den Auskunfteien angewandten Berechnungsmethoden sind vom Grundsatz her identisch; variieren jedoch in den Details. Die „Formeln“ werden von den Auskunfteien geheim gehalten.

Welche Informationen werden gespeichert und ausgewertet?
Die Auskunfteien nutzen vielfältige Quellen, z.B. öffentliche Register, Schuldnerverzeichnisse, Bilanzen & Geschäftsberichte, Zeitungsartikel, Eigenauskünfte, Erfahrungen von Geschäftspartnern. Die Schufa verfügt zudem über Informationen zu Bankkonten, Kreditengagements, Kreditkarten oder Bürgschaften.

Gesammelt werden u.a.: Name/Firma, Adresse, Inhaber/Geschäftsleiter, Umsatz, Gewinn, Beteiligungen, Bankverbindungen, Mahnungen, Inkassoverfahren, Insolvenz & EV etc.

Wer sind die Anbieter?
Allein in Deutschland haben sich bereits seit einiger Zeit eine Vielzahl von Unternehmen etabliert, die Daten über Unternehmen zusammentragen anhand derer eine Unternehmensbewertung durchgeführt wird (sog. Auskunfteien). Geläufige Namen sind hier Schufa oder Creditreform.  Ob und in welchem Umfang eine Auskunftei über Daten zu Ihrem Unternehmen verfügt, ist ungewiss. Ebenso ungewiss ist, bei welcher Auskunftei z.B. ein potentieller Vertragspartner Informationen über Ihr Unternehmen einholt. Wir helfen Ihnen dabei, Licht ins Dunkle zu bringen
Wie lauten die gesetzliche Grundlagen?
Spezialgesetzliche Regelungen für die Arbeit der Auskunfteien in Bezug auf die Speicherung und Verarbeitung von Unternehmensdaten sind kaum vorhanden. Anders als für Privatpersonen findet das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) auf Unternehmen keine Anwendung. Vielmehr müssen Unternehmen für die Durchsetzung Ihrer Interessen auf allgemeine Vorschriften zurückgreifen. In Betracht kommen dabei (Schadensersatz-)Ansprüche gegenüber den Auskunfteien oder Dritten (z.B. Banken).
Welche sind die häufigen Fehler?

Eine Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus dem Jahr 2014 kam zu dem Ergebnis, dass – je nach Auskunftei –
bis zu 50% aller gespeicherten Informationen fehlerhaft sind.
Dabei ist unter den Fehlern zwischen falsch, veraltet oder unvollständig zu unterscheiden. 

Häufige Fehler sind falsche Angaben zu:

  • Anzahl von Mitarbeitern und Umsatz
  • Beteiligungen
  • Branchenzugekörigkeit
  • Kreditengagements
  • Bank- und Kreditdaten
  • Gläubigerforderungen
Wie wirken sich falsche Daten aus?
Falsche Daten führen häufig zur Berechnung eines Scores, der die Bonität Ihres Unternehmens fehlerhaft widerspiegelt. Dabei kann ein schlechter Score fatale Auswirkungen für Ihr Unternehmen haben:

 

  1. Die Bank fordert zusätzliche Sicherheiten für bestehende Kreditengagements.
  2. Hohe Zinsen bei Neukredit.
  3. Neukredit wird abgelehnt.
  4. Sie werden bei Aufträgen – z.B. der öffentlichen Hand oder von großen Konzernen – nicht mehr berücksichtigt.
  5. Sie erhalten Waren aussschließlich gegen Vorkasse.
Haben Geschäftsleiter des Unternehmens Einfluss auf die Kreditwürdigkeit?
Die Erfahrung zeigt, dass zur Bestimmung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens neben dem Scoringwert des Unternehmens selbst auch die Bonität der Geschäftsleiter (z.B. Geschäftsführer) von erheblicher Relevanz ist. Wir halten es daher für erforderlich, neben den Unternehmensdaten auch die über Personen aus der ersten Führungsebene gespeicherten Informationen auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen.

Sie haben individuelle Fragen oder wollen eine kostenfreie Erstberatung von den Kreditrechtsexperten bekommen? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.