Häufige Fragen

Wir haben hier für Sie die uns immer wieder gestellten Fragen zum Kreditwiderruf beantwortet. Haben Sie weitere Fragen, dann beantworten wir Sie Ihnen gerne. Rufen Sie uns an oder geben Sie uns Ihren Kontakt.

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Die Widerrufsbelehrung enthält den Satz: "Die Frist beginnt frühestens mit dem Tag des Eingangs des unterschriebenen Darlehensvertrages …" Ist das nicht zu ungenau?

Eine solche Widerrufsbelehrung enthält einen typischen Fehler, weil hieraus der genaue Fristbeginn nicht hervorgeht. Damit bestehen gute Chancen für einen erfolgreichen Widerruf.

Ich habe gelesen, dass es mit dem ewigen Widerrufsrecht vorbei ist. Und nun kann man doch noch weiter widerrufen?

Der Gesetzgeber hat in der Tat beschlossen, das „ewige Widerrufsrecht“ für die meisten Immobilienkreditverträge zum 21.06.2016 abzuschaffen. Damit endete das zeitlich unbegrenzte Widerrufsrecht wegen einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung für die Verträge die im Zeitraum vom 02.11.2002 bis zum 10.06.2010 geschlossen wurden. Doch Verträge, die zwischen dem 10.06.2010 und bis zum 20.03.2016 geschlossen wurde und eine fehlerhafte Belehrung enthalten können weiter bis in alle Ewigkeit widerrufen werden. Und alle ab dem 21.03.2016 geschlossenen Verträge mit einer fehlerhafte Belehrung können mit einer Frist von einem Jahr und 14 Tagen ab Vertragsschluss widerrufen werden.

Müssen die Gründe für den Widerruf benannt werden?

Der Widerruf muss nicht begründet werden. Die Motive bzw. Gründe des Widerrufs sind für die (erfolgreiche) Ausübung des Widerrufsrechtes völlig unerheblich.

Was ist beim Widerruf eines laufenden Darlehensvertrages zu beachten?

Nach einem Widerruf müssen dem Kreditinstitut die „empfangenen Leistungen" zurückgewährt werden. So bekommt die Bank Kreditsumme nebst Zinsen zurück und der Darlehensnehmer hat Anspruch auf Erstattung aller seiner Zahlungen zzgl. Zinsen. Ganz wichtig ist also, dass der Darlehensnehmer nach dem Widerruf die noch offene Restschuld ausgleichen kann, weil sonst die Zwangsversteigerung der Immobilie droht. Deshalb muss also entweder der Restschuldbetrag zur Verfügung stehen oder eine Zusage für einen Anschlusskredit vorliegen. Bei einer anwaltlichen Vertretung achtet der Anwalt strikt darauf, dass sein Mandant kein Risiko eingeht. Auf Wunsch gibt er auch Unterstützung bei der Neufinanzierung.

Kann die Rechtsschutzversicherung bei einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung die Deckung versagen?

Ob die Rechtsschutzversicherung den Widerrufsstreit finanzieren muss, hängt von den Versicherungsbedingungen ab. Streitigkeiten um Kreditverträge für Neubauten sind oft ausgeschlossen, Streitigkeiten um Kreditverträge ansonsten üblicherweise versichert. Ein Rechtsanwalt kann das schnell klären und auch helfen, die Deckungszusage zu bekommen.

Die Widerrufsbelehrung ist nicht auffindbar. Was nun?

In einem Rechtsstreit muss die Bank die Widerrufsbelehrung vorlegen. Kann sie es nicht, dann wurde offenbar nicht über das Widerrufsrecht belehrt und somit ist der Vertrag widerrufbar.

Man hört gelegentlich, das Recht auf Widerruf sei "verspielt". Kann das sein?

Die Kreditinstitute versuchen dem Widerruf mit den Argumenten des Rechtsmissbrauchs, der Treuwidrigkeit und der Verwirkung zu begegnen. Zuweilen werden sogar moralische Argumente ins Feld geführt. Auf diese Weise soll das „ewige Widerrufsrecht“ ausgehebelt werden. Diese Vorwürfe sind nur in absoluten Ausnahmefällen berechtigt und sollten immer vom Anwalt geprüft werden.

Ist beim Widerruf des Darlehensvertrages Eile geboten?

Bei Verträgen die nach dem 21.03.2016 (einschließlich) geschlossen wurden und bei denen keine oder eine fehlerhafte Belehrung erteilt wurde, sollte man nicht zu lange warten, seinen Vertrag prüfen und ggf. den Widerruf erklären zu lassen. Denn hier endet die Frist von einem Jahr und 14 Tagen ab Vertragsschluss. 

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